Beim Schlaganfall handelt es sich entweder um einen akuten Verschluss eines Hirngefäßes oder eine Hirnblutung. Durch den Verschluss oder Blutung kommt es zum Untergang von Nervenzellen. Die Symptome wie Lähmungen, Sehstörungen, Gefühlsstörungen, Schwindel, Gangunsicherheit, Sprachstörungen setzen abrupt ein. Wichtig ist beim Auftreten solcher Symptome ein schnelles Handeln mit Einlieferung in eine neurologische Klinik. Innerhalb der ersten Stunden nach Auftreten der Symptome kann durch eine intravenöse oder operative Therapie zur Wiedereröffnung des Gefäßes versucht werden. Je früher die Behandlung in der Klinik beginnt, je höher ist die Chance auf einen positiven Verlauf.

Häufige Ursachen von Schlaganfällen sind Herzerkrankungen und Verengungen der Hirngefäße. In unserer Praxis helfen wir Ihnen ihr individuelles Schlaganfallsrisiko zu ermitteln und dies zu reduzieren. Dazu steht die Ultraschalldiagnostik der Hirngefäße und Untersuchungen des Herzrhythmus zur Verfügung.

Nach einem Schlaganfall und Entlassung aus der Klinik übernehmen wir die ambulante Nachbetreuung. Diese besteht aus Einleitung oder Fortführung der medikamentösen Therapie, Physiotherapie, Ergotherapie und/oder Logopädie.

Gedächtnisstörungen können unterschiedliche Ursachen haben. Davon sind z.B. die Depression, entzündliche Erkrankungen oder Tumore als Auslöser gut behandelbar. Andere Gedächtnisstörungen können durch die Gabe von Medikamenten verzögert werden. Eine frühzeitige Diagnostik mit standardisierten Testverfahren (z.B. Demtec, MMST, Uhrentest), EEG und Bildgebung über externe radiologische Praxen ist sinnvoll.

Bei der Epilepsie handelt es sich um unterschiedliche Erkrankungen, welche zu epileptischen Anfällen (Krampfanfällen) führen. Während des epileptischen Anfalls kommt es zu unkoordinierten gleichzeitigen Entladungen aller oder bestimmter Nervenzellen im Gehirn. Je nachdem welcher Teil des Gehirns betroffen ist, kommt es zu Muskelzuckungen, Bewusstseinsstörungen, Übelkeit, Schwindel oder Gefühlsstörungen. Die zentrale Diagnostik umfasst das Gespräch mit dem Patienten und auch den Angehörigen. Im Anschluß erfolgen weitere Untersuchungen wie z.B. EEG oder bildgebende Verfahren. In den meisten Fällen können diese Erkrankungen durch Medikamente (Antiepileptika) gut behandelt werden. In wenigen Fällen ist eine Kombinations-Therapie oder eine stationäre Einstellung notwendig. Bestehen die Anfälle aufgrund einer anderen Erkrankung z.B. entzündlicher Erkrankungen oder Hirntumore, steht die Behandlung dieser Erkrankung im Vordergrund.

Schwindelsymptomen können ganz unterschiedliche Erkrankungen zugrunde liegen. Diese reichen von Erkrankungen des Ohrs, Entzündungen, Epilepsie und Migräne über psychosomatische Krankheitsbilder, mehrschichtige Erkrankungen bis hin zu Schlaganfällen. Als wichtigstes Instrument für die richtige Diagnose stehen uns das Gespräch mit dem Patienten und die körperliche Untersuchung zur Verfügung. Zusätzliche können EEG, Ultraschalluntersuchung der Hirngefäße und Bildgebung in externen radiologischen Praxen durchgeführt werden.

Hierbei zählen zu den wichtigsten Krankheitsbildern eingeklemmte Nerven mit Schmerzen und Gefühlsstörungen z.B. an den Händen (Karpaltunnelsyndrom, CTS). Darüber hinaus kann es auch zur gleichzeitigen Erkrankung aller Nerven von Armen und/oder Beinen kommen. Oft liegt diesen Erkrankungen eine andere Ursache z.B. eine Zuckererkrankung zugrunde. Gemeinsam ist allen diesen Erkrankungen, dass es durch Unterbrechung oder Verzögerung der Nervenleitung zu veränderten Gefühlen, Schmerzen oder Schwäche kommen kann. Die Diagnostik mit Elektroneurographie und Elektromyographie sowie evozierten Potentialen steht dabei im Vordergrund. Danach muss über die individuelle Therapie mit Entlastung des Nervs oder Behandlung der Grunderkrankungen entschieden werden.

Bei der MS handelt es sich um eine chronische Entzündung des zentralen Nervensystems. Je nachdem welcher Teil des Nervensystems betroffen ist, können unterschiedlichste Symptome entstehen. Zu den häufigsten Beschwerden zählen Sehstörungen, Gangstörungen, Gefühlsstörungen und Lähmungen. Vor allem zu Beginn der Erkrankung verläuft diese meist schubförmig.

Diese Schübe, die mit einer akuten Verschlechterung einhergehen, werden mit einer Hochdosis-Cortison-Therapie behandelt, welche wir direkt in unserer Praxis durchführen.

Daneben stehen wirksame Therapie zur Reduktion der Schubhäufigkeit (sog. Prophylaxe) zur Verfügung. Seit vielen Jahren besteht dabei Erfahrung mit verschiedenen Spitzen-Therapien. Seit einigen Wochen ist auch ein neues in Tablettenform einzunehmendes Medikament auf dem Markt erhältlich, welches wir Ihnen bei entsprechender Indikation verordnen können. In manchen Fällen kommt es trotz dieser Prophylaxe zu weiteren Schüben, so dass über weiterführende Therapie in Form von Infusionen oder Tabletten zu entscheiden ist.

Wir bieten Ihnen eine persönliche, engagierte und von langjähriger Erfahrung geprägte Diagnostik und Therapie an. Dazu gehören Untersuchungen des Nervenwassers, SEP, VEP, Blutabnahmen und kognitive Diagnostik, sowie Bildgebung über eine externe radiologische Praxis.

Zur Therapie versuchen wir neben den oben genannten Therapien, sofern möglich auch ganzheitliche alternative Behandlungsmethoden anzubieten. Um auf dem neusten Stand der sehr rasch fortschreitenden Entwicklung bei dieser Erkrankung zu bleiben, bilden wir uns regelmäßig fort und geben dieses Wissen auch an unsere Patienten weiter. Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass in den nächsten Jahren weitere diagnostische Möglichkeiten und Therapien zur Verfügung stehen werden.

Bei Parkinson handelt es sich um verschiedene meist chronisch verlaufende Erkrankungen. Gekennzeichnet ist diese Erkrankung durch Zittern (Tremor), Bewegungsverlangsamung (Bradykinese) und Steifheit (Rigor). Ursächlich kommt es zu einem Verlust von bestimmten Nervenzellen im Gehirn und damit verbunden einer Veränderung von bestimmten Botenstoffen. An erster Stelle ist hier Dopamin zu nennen. Die Erkrankung tritt meist im höheren Lebensalter auf, kann aber auch jüngere Menschen betreffen. Eine wirkungsvolle Therapie steht durch Tabletten und Pflaster zur Verfügung, die diesen Mangel an Botenstoffen ausgleichen. Vor allem zu Beginn kann damit die Erkrankung gut therapiert werden. Neben der medikamentösen Therapie ist eine Physiotherapie sinnvoll. In unserer Praxis führen wir eine ausführliche Diagnostik mit körperlicher Untersuchung, EEG, L-Dopa-Test, ggf. auch mit Zusatzdiagnostik in externen radiologischen Praxen durch.Unser Konzept ist meist auf eine langfristige therapeutische Begleitung des Patienten mit Anpassung an die individuelle Situation ausgelegt.

Innerhalb der Schmerzerkrankungen liegt unser Schwerpunkt auf der Behandlung von Kopfschmerzen. Bei Kopfschmerzen werden verschiedene Arten unterschieden, z.B. Spannungskopfschmerzen, Migräne, medikamenten-induzierte Kopfschmerzen und sekundäre Kopfschmerzen. Bei letzteren handelt es sich um Schmerzen, welchen eine andere Erkrankung, z.B. Entzündung oder Hirnblutung, zugrunde liegt.

An dieser Stelle wird exemplarisch die Migräne erwähnt: Ein meist halbseitiger, stechender, heftigster Kopfschmerz mit einer Dauer von 4-72 h. Begleitet wird dieser häufig von Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmscheu, sowie dem Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug. Körperliche Bewegung oder andere Arten der Anstrengung führen zu einer Zunahme des Schmerzes. Manche Migräne-Patienten verspüren zudem eine sogenannte Aura (Vorgefühl), z.B. mit optischen Reizen im Sinne von sich ausbreitenden Lichtblitzen im Gesichtsfeld. Diese Aura besteht schon vor dem eigentlichen Kopfschmerz.

Zur Therapie stehen sowohl Akut-Medikamente (z.B. NSAR, Triptane) als auch eine medikamentöse Prophylaxe (z.B. Betablocker, Topiramat) zur Verfügung. Neben der medikamentösen Therapie können Veränderungen im Alltag, pflanzliche Medikamente, Entspannungsverfahren oder Akupunktur Linderung verschaffen.

Einen weiteren, ausführlichen Überblick über Kopfschmerz bietet z.B. die Homepage der Schmerzklinik in Kiel.

Zu den häufigen Krankheitsbildern gehören Kopfschmerzen, Migräne, Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Beinschmerzen, Nervenverletzungen, CRPS (komplexes regionales Schmerzsyndrom, früher Morbus Sudeck), sekundär auftretende Schmerzerkrankungen bei anderen Grunderkrankungen und viele mehr.

Seit vielen Jahren liegen uns Schmerzpatienten besonders am Herzen. Viele unserer Patienten haben schon eine lange Krankengeschichte hinter sich. Wir versuchen durch Diagnostik mit körperlicher Untersuchung, SEP und Bildgebung (externe Radiologische Praxis) und Therapie mit Gesprächstherapie, medikamentöser Therapie und Physiotherapie eine Verminderung Ihrer Schmerzen zu erreichen. Unsere Praxis ist Teil des Schmerzzentrums Oberschwaben. Durch diese Kooperation mit regelmäßigen Treffen und Austausch zwischen den verschiedenen Disziplinen kann eine multidisziplinäre Therapie angeboten werden. In manchen Fällen ist darüber hinaus eine stationäre Therapie sinnvoll, hierfür bestehen langjährige gute Beziehungen zu den Schmerzkliniken im Umkreis.